Reisen Archive - Centergram https://centergram.de/kategorie/reisen/ Wed, 23 Nov 2022 05:55:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://centergram.de/wp-content/uploads/logo-centergram-030-150x150.gif Reisen Archive - Centergram https://centergram.de/kategorie/reisen/ 32 32 Was ist die größte Stadt der Welt? https://centergram.de/wissen/groesste-stadt-der-welt/ Sat, 05 Nov 2022 17:45:00 +0000 https://centergram.de/?p=1740 Die Weltbevölkerung wächst unaufhörlich, und mit ihr die Städte. Aktuell gibt es weltweit 34 Megastädte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern. Da die meisten Menschen in Asien (inkl. des Subkontinents Indien) leben, gibt es auch dort die größten Metropolen (21). Mit deutlichem Abstand folgen Megastädte in Latein¬amerika (6) und in Afrika (3).

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Größte Stadt der Welt ist zurzeit (Stand 2022) Tokio. Im Ballungs­raum der japanischen Hauptstadt leben über 37 Millionen Menschen und damit mehr als vier Mal so viele, wie in ganz Österreich.

Es folgen Delhi mit einer Einwohner­zahl von 31 Millionen und Schanghai mit 28 Millionen. Zum Vergleich: Berlin als größte Stadt Deutschlands zählt lediglich rund 3,6 Millionen Einwohner.

 

Aussicht Shibuya, Tokyo Foto: Philippsaal @pixabay

Größte Stadt — Ballungsraum Tokyo/Yokohama

Der Ballungsraum von Tokio/Yokohama gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt. Auf einer Fläche von über 8.000 Quadratkilometern, die sich entlang der Tokio-Bucht südwestlich bis nach Yokohama erstrecken, liegt die Bevölkerungsdichte bei 4751 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: Das Nildelta weist eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Erde außerhalb von Großstädten auf. In dem etwa 24.000 Quadratkilometer großen Gebiet leben über 60 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte liegt mit rund 2500 Einwohnern pro Quadratkilometer indes nur etwa halb so hoch wie in Tokio.

 

 

Tokyo Ubahn Foto: gabyobs @pixabay

Verkehrsnetz der größten Stadt der Welt

Berühmt ist Tokio für sein exzellent ausgebautes Verkehrsnetz, das täglich von 8–10 Millionen Fahrgästen benutzt wird. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre die Bewegung dieser Menschenmassen schlichtweg nicht zu bewältigen. Die Bahnen verkehren im Minutentakt. Jeder dürfte schon Bilder der U‑Bahn in Tokio während des Berufsverkehrs gesehen haben. 

 

Geradezu ikonisch sind die sogenannten „Pusher“. Es sind Bedienstete der U‑Bahngesellschaften. Sie tragen Uniform und weiße Handschuhe. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, an einer Haltestelle alle Fahrgäste rasch in den Waggon zu drücken, so dass die Türen der U‑Bahn auch wieder schließen können. Dabei gehen sie nicht gerade zimperlich zu Werke.

Du solltest also keine Platzangst haben, wenn du in der größten Stadt der Welt unterwegs bist. Für Ausländer sind die Strecken übrigens gut auf Englisch ausgeschildert. Die Zeiten des Berufsverkehrs freilich sollten besser gemieden werden.

 

-MCK-

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Nachhaltige Städtetrips: Mit dem Fahrrad durch Rom https://centergram.de/reisen/nachhaltige-staedtetrips-mit-dem-fahrrad-durch-rom/ Sun, 29 May 2022 14:00:00 +0000 https://www.centergram.de/?p=1054 An kaum einem anderen beliebten touristischen Hotspot in Europa lässt sich Nachhaltigkeit so gut mit aktivem Sightseeing in Einklang bringen wie in Rom: Entlang des Tiber-Ufers zu Zielen der römischen Historie und Gegenwart der ewigen Stadt zu radeln, verspricht Spaß, Entspannung und ist zugleich die effektivste Form der Fortbewegung in der quirligen Millionenstadt.

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„Besorg dir ein Fahrrad. Wenn du lebst, wirst du es nicht bereuen.“

Diese Weisheit stammt von dem amerikanischen Schriftsteller Mark Twain. Dies gilt umso mehr auf Reisen, wo die Zeit vor Ort begrenzt ist, aber die Liste der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten so lang werden kann wie in Rom. Anstatt kräftezehrend durch die engen Gassen des Centro Storico, der römischen Altstadt, zu wandern, empfiehlt es sich, an irgendeinem Punkt der Stadt ein Rad zu mieten und damit die Stadt zu erkunden. Unser Tipp: Denke an ein Schloss, damit du später den Drahtesel unbesorgt für eine Weile abstellen kannst, um etwas zu trinken oder ein Gebäude zu betreten.

Foto: masbebet @pixabay

Das Tiber-Ufer, eine entschleunigte Welt

Dass es nicht die technisch schon so versierten Römer waren, die das Fahrrad erfunden haben, mag heute erstaunen. Ihre Nachfahren, die heutigen Römer, haben das Tiber-Ufer so breit und fahrradfreundlich mit einer Fahrbahn in beide Richtungen ausgebaut, dass der Tiber erneut zu einer zentralen Transportader der Stadt geworden ist.

Fluss Tiber, Rom, Foto: user32212 @pixabay

Idylle abseits der italienischen Metropole

Wer zu seinem Ufer gelangt, verlässt den brausenden Verkehrsstrom der Stadt und ist erst einmal über die idyllische, fast dörfliche Ruhe erstaunt. Jogger drehen hier entspannt ihre Runden, Angler werfen ihre Köder aus, und die Hektik und der Lärm der italienischen Hauptstadt scheinen meilenweit entfernt zu sein. In malerischer Weise ziehen am Radler der Tiber und seine Jahrtausende alten Brücken vorbei. Wie auf einer Fahrrad-Autobahn kannst du genau die Brücke als Ausfahrt wählen, die dich zu dem Ziel in unmittelbarer Nähe führt.

Vom Friedensaltar Augustus zur Engelsburg

Direkt am Tiber-Ufer befinden sich bereits zwei  Sehenswürdigkeiten, die in jedem Rom-Reiseführer ihren festen Platz haben: Die Ara Pacis, der Friedensaltar, den Kaiser Augustus als geradezu sprechendes Monument seiner friedensbringenden Herrschaft 13 v. Christus errichten ließ. Früher von Autoabgasen umhüllt, die den jahrtausendealten Stein der kunstvollen Reliefs pechschwarz gefärbt haben, erstrahlt die Tempelanlage heute wieder in altem Glanz und wird durch einen sie umhüllenden Glaspavillon vom Verkehrssmog geschützt.

Die zweite Top-Sehenswürdigkeit, die Engelsburg, ist ein wenig weiter südlich das Mausoleum, das sich der römische Kaiser Hadrian (Amtszeit 117 – 138 n. Chr.) bauen ließ. Lesern von Dan Browns Illuminati braucht der Ort nicht weiter vorgestellt werden.  Für alle anderen haben wir hier ein paar Hintergrundinformationen.

Engelsburg in Rom, Foto: Walkerssk @pixabay

In der Grabkammer ließ Hadrian eine von ihm selbst verfasste Inschrift anbringen, deren Text bis heute erhalten ist:

„Kleine Seele, schweifende, zärtliche,
Gast und Gefährtin des Leibs,
Die du nun entschwinden wirst dahin,
Wo es bleich ist, starr und bloß,
Und nicht wie gewohnt mehr scherzen wirst…“

Kein Wunder, dass der Philosophenkaiser Marc Aurel (Kaiser von 161 bis 180 n. Chr.) diesen Ort auch für sich als Beisetzungsstätte auswählte. Im Mittelalter, als das Leben der Päpste ständig bedroht war, wurde es zur Festung umgebaut. Heute ist der Bau durch eine Statue des Erzengels Michael gekrönt und unter dem Namen „Engelsburg“ weltbekannt.

Abstecher nach Trastevere

Von der Ponte Fabricio, der ältesten Brücke Roms, die im Jahre 62 v. Christus errichtet wurde, lohnt sich zu jeder Zeit ein Abstecher nach Trastevere. Besonders in der Mittagszeit lädt das Viertel zu einer Pause in einem der vielen günstigen Restaurants ein.

Travestere, Rom, Foto: user32212 @pixabay

Die Bocca della Verità

Nicht weit davon findet sich die Bocca della Verità, ein 2000 Jahre altes scheibenförmiges Marmorrelief, das sich in der Säulenvorhalle der Kirche Santa Maria in Cosmedin befindet. Auf ihm  ist das Gesicht eines bärtigen Ungeheuers mit großen offenen Augen und großem offenen Mund abgebildet.

Nach einer aus dem Mittelalter stammenden Legende verliert jeder seine Hand, der sie in den Mund des Ungeheuers legt und dabei nicht die Wahrheit sagt. Bekannt wurde die Bocca della Verità durch den Hollywoodfilm „Ein Herz und eine Krone“ mit Audrey Hepburn und Gregory Peck. Für viele Rom-Reisende ist dieser Film heute noch eine schöne Einstimmung auf das, was sie erwartet.

Die Piazza Bocca Della Verità, Rom, Foto: valtercirillo @pixabay

2 Tipps für sicheres Fahrradfahren in Rom

Beim Fahrradfahren geht es um Bewegung und Freiheit; auf dem Fahrrad ist man ungebunden, autonom. Allerdings, kurz und quer durch die Stadt zu fahren, kann in den Sommermonaten bei vielen Reisebussen auf den römischen Straßen schon zu einem Nervenkitzel werden. Dabei ist vor allem zu bedenken, dass die Busfahrer stets einen toten Winkel haben, was regelmäßig zu schweren Unfällen führt.

Auch weiter entfernte Abstecher vom Tiber aus wie zur Via Appia unternimmst du aufgrund des Geländes am besten mit einem geeigneten Rad wie einem Mountainbike.

Wenn du diese zwei Tipps beherzigst, wirst du  in kurzer Zeit in Rom so viel zu sehen bekommen wie mit keinem anderen Verkehrsmittel. Und dabei auch  besinnliche, inspirierende Momente erleben. Vielleicht gar wie der Vater der Relativitätstheorie, Albert Einstein, der auf die Frage, wie er auf seine Theorie gekommen sei, antwortete: „Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr.“

-MCK-

Foto: bertvthul @pixabay

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Luxushotels für Sparfüchse: Albanien https://centergram.de/reisen/luxushotels-fuer-sparfuechse-albanien/ Mon, 23 May 2022 17:43:13 +0000 https://www.centergram.de/?p=1046 Nahezu unberührte Natur, versteckte Buchten, Nationalparks und pittoreske Bergdörfchen: Albanien gilt als Geheimtipp für Naturliebhaber, Aktiv-Urlauber und Sparfüchse. Viele Menschen denken allerdings bei Albanien nicht zuerst an Urlaub, sondern an weniger schöne Dinge. In diesem Text erfährst du, warum ein Urlaub in Albanien eine gute Idee ist.

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Das macht Albanien zu einem schönen Urlaubsziel

Wunderschönen Strände und Buchten, Bergseen, unberührte Nationalparks sowie zahlreiche Wandermöglichkeiten: All dies macht deinen Urlaub in Albanien individuell gestaltbar, ganz wie es dir am liebsten ist. Wer also nicht den typischen Strandurlaub, Hotelhochburgen und English Breakfast sucht, ist in Albanien genau richtig.

Außerdem gilt Albanien als Geheimtipp für Urlaubsreisen. Also kannst du damit rechnen, auf weniger Touristen zu stoßen als in den bekannteren Urlaubzielen wie Griechenland, Kroatien oder Spanien. Und wenn du Glück hast, findest du sogar einen Strand oder eine Bucht ganz für dich allein.

Diese Orte in Albanien musst du gesehen haben

Natürlich hat Albanien Dutzende von schönen Orten und kulturellen Stätten zu bieten. Wir stellen euch hier 3 Ausflugsziele vor.

Die Karstquelle Syri i Kaltër

Der Bergsee Syri i Kaltër gilt als absolutes Highlight und zeichnet sich durch sein klares Bergseewasser in wunderschönen verschiedenen Blautönen aus. Aufgrund der besonderen Farbe wird er auch „Blaues Auge von Albanien“ genannt. Vielleicht bist du auch mutig genug, um ein erfrischendes Bad im 12° kühlen Wasser zu nehmen. Rundherum befindet sich eine große Fläche bedeckt mit unter Naturschutz stehenden Eichen- und Plantanenhainen.

Das UNESCO-Welterbe Gjirokastra


Die Stadt Gjirokastra ist gerade für Kulturbegeisterte ein Highlight, denn die Stadt wurde 2005 zum UNESCO-Welterbe ernannt und zeichnet sich durch viele Steinbauten und eine große Burg aus. Aufgrund der vielen Häuser, die ihrerseits kleinen Burgen ähneln, wurde dem Ort der Name „Stadt der Steine“ gegeben.

In der Stadt gibt es mehrere Museen, z. B. das Nationale Waffenmuseum in der Burg, ein Bunker und mehrere Bürgerhäuser, die du besichtigen kannst. Außerdem findet in Gjirokastra alle 5 Jahre das mehrtägige Nationale Folklorefestival statt. Traditionelle Musik, Tänze und Kleidung stehen im Vordergrund und Künstler aus ganz Albanien reisen an, um mit den Besuchen gemeinsam durch die Gassen zu tanzen und zu singen.

Das Badeparadies Ksamil

Ein absoluter Traum sind die Buchten und Strände von Ksamil. Die vorgelagerten kleinen Inseln machen diesen Ort zu einem absoluten Postkartenmotiv. Du kannst dir vor Ort eine Strandliege samt Sonnenschirm schnappen, schwimmen, die Inseln besuchen und natürlich auch lecker essen und trinken. Ksamil ist übrigens nur 4 Kilometer von der griechischen Insel Korfu entfernt – du kannst also auch die Fähre von Korfu nach Albanien nehmen.

Was kostet ein Luxusurlaub in Albanien?

Falls du dich dazu entscheidest, deinen nächsten Urlaub in Albanien zu verbringen, hast du Glück: Die Preise sind auch für Luxushotels erfreulich niedrig.
So  zahlst du in der Hauptstadt Tirana in der Hauptsaison (Mitte Juli) ca. 400 € – 1.200 € für
• ein Vier-Sterne-Hotel
• zwei erwachsene Personen
• 8 Nächte
• mit Frühstück

Der Preisunterschied liegt in der Größe sowie der Bekanntheit des Hotels.

Wenn du lieber einen Ort mit direktem Meerzugang besuchen möchtest, ist die Stadt Saranda super geeignet. Auch hier kannst du mit Schnäppchen rechnen. Du bekommst dasselbe Angebot wie oben genannt für ca. 1000 € – inklusive Meerblick und der Möglichkeit, von dort aus viel zu unternehmen. So ist der oben beschriebene Bergsee Syri i Kaltër nur gut 20 Kilometer von Saranda entfernt.

Gute Reise! Sicherheit, Mobilität und Währung in Albanien

Natürlich solltest du dich bei einer Reise nach Albanien über die dann geltenden Covid-19-Bestimmungen informieren. So gibt es keine Überraschungen und du bist gut vorbereitet.

Leider sehen viele Menschen Albanien als nicht sicher an. Dies ist auch der Grund für den wenigen Tourismus. Die Sorge ist allerdings unbegründet und beruht meistens auf Vorurteilen: Albanien gilt als sicheres Reiseland und ist berühmt für seine Gastfreundlichkeit.

Du solltest deine Reise gut planen und im Hinterkopf behalten, dass es im ganzen Land nur einen Flughafen gibt – nämlich in der Hauptstadt Tirana. Alternativ kannst du wie erwähnt über Korfu anreisen. Und natürlich kannst du für deine weitere Reise ein Auto mieten oder für kleines Geld den Bus oder ein Taxi nehmen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die Währung des Landes nicht Euro, sondern Lek ist (aktueller Kurs: 1 € = 120 Lek). In vielen Städten kann man aber aufgrund des Tourismus trotzdem mit Euro zahlen. Informiere dich vorher im Reisebüro oder in deinem Hotel über die dortigen Möglichkeiten des Geldverkehrs.

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Von Venedig bis Apulien – warum du Italien erst dann wirklich kennst, wenn du diese 7 Orte besucht hast https://centergram.de/reisen/von-venedig-bis-apulien-warum-du-italien-erst-dann-wirklich-kennst-wenn-du-diese-7-orte-besucht-hast/ Sat, 23 Apr 2022 11:12:00 +0000 https://www.centergram.de/?p=235 Viele denken bei Italien zuerst an Dolce Vita, Spaghetti und das Stracciatella-Eis vom Café an der nächsten Ecke. Aber das Land, „wo die Zitronen blühen“, wie schon Goethe es benannte, ist so viel mehr, nämlich der Sehnsuchtsort der Deutschen schlechthin. Im Folgenden stellen wir dir sieben Orte vor, die du unbedingt gesehen haben musst, wenn du den Stiefel bereisen möchtest, und geben dir Geheimtipps, die du nicht in jedem Touristenführer findest.

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Italien, Land der Sehnsucht

„Kennst du es wohl?“, fragte der Dichter, auf dessen Spuren bereits über Jahrhunderte die nördlich der Alpen lebenden Europäer dorthin zogen, wo „ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht“. Die ewige Italiensehnsucht” der Deutschen hat sich selbst in der Sprache niedergeschlagen: Kein anderes Land konnte denselben Stellenwert einnehmen, wie er sich in dem zusammengesetzten Substantiv für Italien ausdrückt. Doch wo genau sollte man gewesen sein, wenn man das „bel paese“, das schöne Land, gut kennenlernen will und man die Wahl hat zwischen der Vielzahl an Orten, die sich zwischen Venedig, Apulien und Sizilien befinden?

 

Das Land, das Reise, Kultur und Bildung verbindet

Auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten befinden sich viele Plätze. In keinem anderen Land aber wurden so viele Orte als Welterbe eingestuft wie in Italien. Der Grund dafür ist, dass sich auf der italienischen Halbinsel schon sehr früh eine der ältesten und dauerhaftesten Hochkulturen der Welt entwickelte.  Als Erbe der antiken griechischen Kultur wurde das Imperium Romanum über Jahrhunderte zum Inbegriff einer Verfeinerung und imperialen Macht, dem es gelang, die Reichtümer der gesamten damals bekannten Welt entlang der Küsten des Mittelmeers bis zu den Wüsten Arabiens oder den Hochebenen Schottlands zu vereinen.

Rom, die ewige Stadt

Die Ausstrahlung Roms als jahrhundertelanges Zentrum der Welt ist bis noch heute für jeden spürbar, der die Stadt am Tiber besucht. Kein Wunder, dass der Bischof von Rom, der Papst, immer noch das Oberhaupt der römisch-katholischen Christenheit darstellt. Für Goethe, der im 18. Jahrhundert einer der ersten war, die sich auf eine „grand tour“ begaben, woraus der Name Tourist entstand, war Rom das Ziel seines Strebens. Und wie er im Nachhinein feststellte: Es wurde die glücklichste Zeit seines Lebens. Getreu dem Motto „Die beste Bildung erhält der Mensch auf Reisen“ waren es vor allem englische, französische und deutsche Adlige, die im 18. Jahrhundert eine große Tour unternahmen, auf der sie anstrebten, ihre Bildung zu vervollkommnen. In der Nachfolge von Lord Byron, Shelley, Montaigne oder Goethe wird der Massentourist der heutigen Welt geradezu geadelt. Unser Tipp: Das flippige und trendige Bohème-Viertel Trastevere. Hier finden sich sowohl innovative Trattorias, Craft-Bier-Bars, Mode- und Kunsthandwerksläden als auch einfache B&Bs und Budget-Hotels. Wer hingegen zu bezahlbaren Preisen auf Sterne-Niveau speisen möchte, sollte die Villa Medici ansteuern. Das in ihr gelegene Restaurant wird von französischen Köchen geführt, die sich vom Ort inspirieren lassen. Denn schon in römischer Zeit hatte der Feinschmecker Lukullus hier seine römische Stadtvilla.

Venedig und Florenz – die ersten Stationen jenseits der Alpen

Auf ihrem Weg nach Rom hielten sich die meisten ersten Italienreisenden in Venedig und Florenz auf, da beide Orte einen weltweit einzigartigen Charakter haben. In Florenz wurde die untergegangene Hochkultur der antiken griechischen-römischen Welt im 15. und 16. Jahrhundert gleichsam wiedergeboren. In der Renaissancestadt am Arno gelang es, erstmals wieder Bauwerke zu errichten, wie sie seit dem Untergang des weströmischen Reiches nicht mehr für möglich gehalten wurden. Die karmesinrote Kuppel des Florentiner Doms, der Kathedrale Santa Maria del Fiore, wurde nach sechszehnjähriger Bauzeit 1436 vom Architekten Filippo Brunelleschi fertiggestellt; aufgrund ihrer Einzigartigkeit gilt sie noch heute als Höhepunkt der Renaissance. Weiterhin bauten reiche Kaufmannsfamilien wie die Medici in Florenz Paläste, die architektonisch zum Vorbild für viele Handelshäuser und Bankgebäude in aller Welt wurden. Der von Familien wie den Medici angehäufte Reichtum ließ die Künste auf der italienischen Halbinsel erblühen. Werke der bedeutendsten Renaissance-Meister finden sich in den berühmten Uffizien, einem der meistbesuchten Museen der Welt.  

Darüber hinaus entwickelte sich im Renaissance-Zeitalter in dieser Handelsstadt ein äußerst dynamisches Wirtschaftssystem, das nach unzähligen Wandlungen bis heute die Welt prägt: der Kapitalismus. Worte wie Bank, Kredit und Girokonto sprechen noch heute von diesen Anfängen. Der Reichtum, der auf diese Weise nach Florenz und Venedig strömte, ist der Grund für die sagenhafte Blüte beider Städte.

Bei Venedig kommt die märchenhafte Lage der Stadt hinzu, die auf Holzpfählen in einer Lagune zwischen Wasser und Himmel erbaut wurde. Wer in der Dämmerung das Vaporetto, das schwankende Fährboot, nimmt und sich langsam den sich im Wasser der Lagune spiegelnden Prachtbauten der Stadt nähert, dürfte sich die Augen reiben. Das Wunder der aus dem Meer herausgewachsenen Türme der Stadt, ihrer prächtigen Kirchen und gotischen Handelshäuser erscheint wie eine Fata Morgana, bei der die Gesetze der Natur spielend außer Kraft gesetzt wirken. Wer sich abseits des vielfrequentierten Hauptweges zwischen dem Bahnhof Venedigs und dem Markusplatz bewegt, findet selbst in der Hochsaison menschenleere Plätze und Kirchen, in denen in mystischer Dunkelheit Meisterwerke der italienischen Kunst auf den Besucher warten. Entlang des Lidos ist heute noch die Pracht der Grand Hotels des 19. Jahrhunderts zu bewundern, wo Visconti Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ verfilmte.

Neapel sehen — und sterben!

Nur wenige wissen, dass dieser Ausspruch eine traurige Ursache hat: Auf Anraten ihrer Ärzte suchten einst viele wohlhabende Tuberkulose-Kranke eine heilende Luftveränderung am Golf von Neapel. Da der Weg lang und beschwerlich war und ihre Lungenkrankheit meist bereits weit fortgeschritten, erblickten viele bestenfalls noch die Silhouette der Stadt, bevor sie ihren letzten Atemzug taten.

Wer heute nach Neapel kommt, sollte im malerischen Gewirr der engen Altstadtgassen die neapolitanische Pizza probieren, die in einem Holzofen gebacken in der Stadt an den Ausläufern des Vesuvs erfunden wurde. Erfrischend dazu passt immer ein rubinrotes Glas des umbrischen Sangiovese.

Bis heute haben sich in Neapel die besten italienischen Herrenschneider erhalten, die für ihre anspruchsvolle britische Kundschaft einst maßgeschneiderte Kleidung herstellten und dabei das Kunststück vollbrachten, feinste britische Stoffe zu verwenden und sie an das schwül-heiße Klima am Golf von Neapel anzupassen. Wer Wert auf ultraleichte Anzüge legt, wird in Neapel für sich leicht die richtige Schneiderei entdecken, wie etwa die legendäre Sartoria Ciardi, in der sich schon in den Fünfzigerjahren Filmstars aus Hollywood ihr federleichtes neapolitanisches Sakko fertigen ließen. 

Capri – mehr als nur Sonnenuntergänge 

Von Neapel ist es dann auch nicht mehr weit nach Capri, der vielleicht schönsten Insel der Welt. Ihr Charme nahm schon in römischen Zeiten die mächtigen Caesaren für sich ein, die es vorzogen, im Azurblau der Insel zu residieren, anstatt im schon in vorchristlicher Zeit übervölkerten Rom zu verbleiben. Zu jedem Aufenthalt auf Capri gehört ein Besuch der blauen Grotte, die im 18. Jahrhundert von einem deutschen Künstler und Italienabenteurer wiederentdeckt wurde. Alternativ zur unspektakulären Überfahrt nach Capri über den Golf von Neapel bietet sich die landschaftlich eindrucksvolle Strecke entlang der dramatischen Amalfi-Küste von Salerno nach Capri an: Wie Perlen auf einer Kette reihen sich die malerischsten Küstenstädte dort aneinander, bis das Fährboot im Hafen der Marina Grande auf Capri anlegt. Unser Tipp: In Ravello, oberhalb von Amalfi, finden sich prächtige Anwesen wie die romantische Villa Cimbrone, wo man durch die malerischen Gärten streifen kann, die schon Richard Wagner inspirierten. Von der Terrazza dell’infinito hat man einen atemberaubenden Ausblick über die Unendlichkeit des Meeres.

Der Palio di Siena – ein authentisches italienisches Volksfest

Auch von Florenz ist es nur ein Katzensprung in die Nachbarstadt Siena, wo jedes Jahr im Juli und im August ein authentisches italienisches Volksfest gefeiert wird. Mitten in der Stadt, auf dem muschelförmigen Rathausplatz, dem Campo, ohne Zweifel einer der schönsten Plätzen der Welt, findet jedes Jahr ein Pferderennen statt, bei dem die einzelnen Stadtteile Sienas gegeneinander antreten. Der Palio setzt bei den Einwohnern Sienas ungeahnte Emotionen frei; eine Woche lang fiebert die Stadt auf das entscheidende Rennen hin. Jeder Italienfreund sollte die aufgeladene Stimmung in der farbenprächtigen historischen Kulisse einmal erlebt haben und sich abends durch die Viertel der Stadt treiben lassen, in denen die Einwohner an großen langen Tafeln unter dem Licht des Mondes bis in die Nacht feiern.

Eindrucksvolle Bauten in Vicenza 

Die unvergleichliche Schönheit der italienischen Halbinsel lässt sich auch von Venedig aus gut entdecken. Wie alle klassischen Touristen sollte auch der heutige Italienreisende dabei in Vicenza Station machen, um die Bauten des Renaissancearchitekten Andrea Palladio nicht zu verpassen.

Auch der zentrale Piazza dei Signori ist dazu eine gute Anlaufstelle, denn der Platz wird von einem beeindruckenden Turm, dem Torre di Piazza, der fast 80 m Höhe erreicht und aus der Zeit des Kaisers Barbarossa stammt, überragt. Nicht weit davon entfernt ist das Theatre Olimpico, das erste Theatergebäude, das seit dem Ende der Antike in Europa errichtet wurde. Die majestätische vor den Toren der Stadt gelegene Villa Rotonda bietet sich als Ort großer Feste wie einer stilvollen italienischen Heirat an.

Sizilien

Eine Italienreise, ohne auf Sizilien gewesen zu sein, ist nicht komplett. Dies erkannte einst im 18. Jahrhundert bereits Goethe und begegnete dort den beeindruckenden Überresten der antiken griechischen Zivilisation. Weit entfernt von den Geschäften der heutigen Mafia sollte sich der Sizilien-Reisende am besten an der Ostküste in Taormina aufhalten, die durch ihre bezaubernde Lage und Bademöglichkeiten entzückt. Nicht verpassen sollte man eine der vielen sizilianischen Spezialitäten wie die leckeren Arancini, frittierte mit Ragù gefüllte Reisbällchen. Passend dazu bietet sich ein leichtes italienisches Bier wie das würzige Birra Moretti an.

In Taormina wird jeder Besucher auch feststellen, dass das heutige Italien das weltweite Zentrum der Mode ist.

Prada, Gucci, Armani und Co.

An allen genannten Orten bieten bekannte Marken wie Armani, Gucci, Loro Piana, Prada und Co. ihre exklusiven Artikel an. Aber auch unbekanntere Labels kleinerer Produzenten lohnen sich stets, näher in Augenschein genommen zu werden. Aus kleinen Anfängen ist in der italienischen Mode schon mancher spätere Weltkonzern entstanden. Für die vielen Einkaufsmöglichkeiten in Italien sollte deshalb im Koffer immer genügend Stauraum reserviert bleiben — oder man schafft sich einfach einen neuen Koffer vor Ort an.

Hier noch mal unsere Top 7 jeder Italienreise:

  1. Rom
  2. Venedig
  3. Florenz/Siena
  4. Neapel
  5. Capri 
  6. Vicenza
  7. Taormina                                                                                                                                                                                                                                                  ‑MCK-

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